» Was ist Infrarot

Die Entdeckung bzw. der Nachweis der IR-Strahlung gelang erstmalig im Jahre 1800 dem deutschen Astronomen William Herschel durch Erwärmung einer geschwärzten Fläche, die mit dem IR-Anteil der spektral zerlegten Sonnenstrahlung beschienen wurde. Die Fähigkeit zur Erwärmung von Stoffen dient auch heute noch zum Nachweis der Infrarotstrahlung. Mit Hilfe von sog. Infrarotkameras ist es möglich, Infrarotstrahlung sichtbar zu machen. Infrarotkameras können z.B. zur berührungslosen Temperaturmessung verwendet werden, bekannter ist aber der Einsatz als sogenannte Nachtsichtgeräte.

Auch die Sonne nimmt ihre Energie aus dem Infrarotteil ihres Kernes. Im Gegensatz zu den UV-Strahlen sind es hier aber Wärmestrahlen, die für Gesundheit und Wohlbefinden sorgen. Infrarot-Wärmestrahlung hat nichts zu tun mit ultravioletter Strahlung, die Verbrennungen und Hautschäden verursachen kann. Infrarot-Wellen sind eine Energieform, die Gegenstände erwärmen kann, ohne die umgebene Luft zu erwärmen.

Infrarot-Wärmestrahlung wird seit vielen Jahren für therapeutische und medizinische Zwecke eingesetzt und kann als absolut sicher eingestuft werden. Im täglichen Leben ist die Sonne die Quelle der Strahlungsenergie. Was passiert, wenn die Sonne hinter einer Wolke verschwindet? Obwohl die Lufttemperatur nicht sinkt, fühlt man, dass es kühler wird.
Man bemerkt dabei, dass die Wolken die Infrarotstrahlen der Sonne abschirmen, und man spürt in diesem Moment die fehlenden Wärmestrahlen.

Auch jeder "warme" Körper (und das ist jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes von ca. -273°C) gibt Infrarotstrahlung ab. Die abgestrahlte Energiemenge und die Wellenlängenverteilung der Strahlung hängen von der Temperatur des Körpers ab. Je wärmer ein Körper ist, umso mehr Energie in Form von IR-Strahlung gibt er ab und umso kürzer ist die Wellenlänge der Strahlung.

 



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